Weisheiten

Leben ist das langsame Ausatmen der Vergangenheit und das tiefe Einatmen der Gegenwart, um genügend Luft für die Zukunft zu haben.

Der Sinn der Ruhe und Stille

Eines Tages kamen zu einem Mönch einige Menschen und sie fragten ihn, was der Sinn von Stille und Meditation sei.

Der Mönch war gerade dabei Wasser zu schöpfen aus einem tiefen Brunnen. Er sprach zu seinen Besuchern: „Schaut in den Brunnen und sagt mir, was ihr seht.“ Die Leute blickten in den tiefen Brunnen und antworteten: „Wir sehen nichts, gar nichts!“

Der Mönch stellte nun seine Eimer ab und nach einer kurzen Weile forderte er die Leute nochmals auf: „Bitte schaut nun in den Brunnen, was seht ihr jetzt?“ Die Leute blickten wiederum hinunter. „Jetzt sehen wir uns selbst!“ Der Mönch antwortete: „Ihr konntet vorher nichts sehen, weil das Wasser unruhig war, so unruhig wie euer Leben. Nun aber ist es ruhig und das ist es, was uns die Stille schenkt – man sieht sich selbst.“

Dann gebot der Mönch den Leute noch eine Weile zu warten und er forderte sie erneut auf in den Brunnen zu schauen. „Was seht ihr nun?“ Die Menschen schauten hinunter und sagten: „Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.“ Der Mönch erklärte, dies sei die Erfahrung der Stille und der Meditation: Wenn man lange genug wartet sieht man den Grund aller Dinge.

 

Meine Seele hat es eilig.

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.
Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst sie mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen , die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süssigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind.
Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.
Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.
Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.
Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren.
Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.
Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

Sokrates und ein Gerücht

Ein Mann trat eilig vor Sokrates und erklärte, dass er ihm unbedingt etwas erzählen müsse. Doch der Weise unterbrach ihn und fragte, ob er das, was er ihm sagen wolle durch die drei Siebe gesiebt habe. Der Mann verstand nicht, so dass Sokrates ihn fragte, ob er das erste Sieb der Wahrheit angewandt habe. Nach kurzem Zögern des Mannes erkundigte sich der Weise, ob der Mann alles, was ihm erzählt wurde, auf seinen Wahrheitsgehalt geprüft habe. Sein Gegenüber räumte ein, dass er es nur gehört habe. Da fragte Sokrates nach dem Sieb der Güte, das Gehörte sei sicher gut. Der Mann entgegnete, dass eher das Gegenteil der Fall wäre. Nachdenklich erkundigte sich Sokrates, ob es denn notwendig sei, dass er es ihm erzähle. Als der Mann unsicher eingestand, dass das Gehörte auch nicht dieses dritte Sieb passieren konnte, da es nicht unbedingt notwendig sei, erklärte Sokrates lächelnd: „Wenn es weder wahr, gut noch notwendig ist, dann lass es ruhen und belastet dich und mich nicht damit.“

Das Märchen von der größten Kraft des Universums

Ein altes Märchen erzählt von den Göttern, die zu entscheiden hatten, wo sie die größte Kraft des Universums verstecken sollten, damit sie der Mensch nicht finden könne, bevor er reif dazu sei, sie verantwortungsvoll zu gebrauchen.

Ein Gott schlug vor, sie auf der Spitze des höchsten Berges zu verstecken, aber sie erkannten, dass der Mensch den höchsten Berg ersteigen und die größte Kraft des Universums finden würde, bevor er reif dazu sei.

Ein anderer Gott schlug vor, diese Kraft auf dem Grund des Meeres zu verstecken. Aber wieder erkannten sie, dass der Mensch auch diese Region erforschen und die größte Kraft des Universums finden würde, bevor er dazu reif sei.

Schließlich sagte der weiseste Gott: “ Ich weiß was zu tun ist. Lasst uns die größte Kraft des Universums im Menschen selbst verstecken. Dort wird er niemals danach suchen, bevor er reif genug ist, den Weg nach innen zu gehen.“

Und so versteckten die Götter die größte Kraft des Universums im Menschen selbst und dort ist sie noch immer und wartet darauf, dass wir sie in Besitz nehmen und weisen Gebrauch davon machen.

Wie eine Katze

Jeden Morgen nach dem Weckerklingeln setzte ich mich zwanzig Minuten lang hin, um bewusst zu atmen und über die Atmung den gegenwärtigen Moment zu erleben.

Inzwischen wusste ich, dass diese Übung mehr war, viel mehr, als mentale Reinigung …

Je mehr Tage vergingen, desto wacher, würdiger, freier, mächtiger, weiser und schöner fühlte ich mich …. – wie eine Katze.

 

Für Anahata-Chakra

Ich weite mein Herz, um alle Dinge der Welt zu erfassen.

Ich öffne mein Herz, um alles Gute einzulassen.

Ich beruhige mein Herz, um dem Wandel der Zeit zu begegnen.

Sonnengebet

„Sonne, o Sonne, ich danke dir für einen neuen Tag im Leben. Lass mich noch viele solcher Tage sehen und sorge dafür, dass meine fünf Sinne gesund bleiben bis zum Ende meines Lebens. Gib mir deinen Segen, beschütze mich. Ich danke dir für einen neuen Tag im Leben. Führe mich mit deinem Licht, zeige mir den rechten Weg und lasse mich die richtigen Entscheidungen treffen. Beschütze mich und segne mich mit Wohlgefühl. Ich danke dir für einen neuen Tag im Leben. Ich danke dir für einen neuen Tag im Leben. Ich danke dir für einen neuen Tag im Leben.“